Martin Luther University Halle-Wittenberg

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Fragen und Antworten: Informationen für Mitarbeiter*innen

FAQ (Stand: 16. Juli 2020)

Arbeitsrechtliches: Home-Office und Arbeitszeit

Gibt es derzeit Sonderregelungen zur Arbeitszeit?

Die Universität hat im Einvernehmen mit dem Personalrat die Arbeitszeitregelung weitgehend gelockert. Die üblichen Rahmen- und Kernarbeitszeiten werden ausgesetzt. Außerdem wurde die Obergrenze für das Arbeitszeitguthaben (40 Stunden) in der 2. Dienstvereinbarung Pandemie vom 27.03.2020 außer Kraft gesetzt; es erfolgt keine Kappung des Gleitzeitguthabens.

In der 4. Dienstvereinbarung Pandemie vom 02.07.2020 wurde vereinbart, dass das Gleitzeitguthaben zum Stichtag 30.06.2020 „eingefroren“ wird und bis zum 31.12.2020 auf die zulässige Obergrenze von 40 Stunden (bei Vollzeitbeschäftigten) wieder abzubauen ist. In dieser Zeit darf das Arbeitszeitkonto am jeweiligen Monatsende den Wert des Arbeitszeitguthabens vom 30.06.2020 nicht übersteigen.

Falls am 30.06.2020 die zulässige Obergrenze von 40 Stunden nicht überschritten wurde, verbleibt es wieder bei den allgemeinen Regelungen aus der Dienstvereinbarung zur Arbeitszeit vom 30.05.2008. Damit darf das Gleitzeitguthaben am Monatsende bei Vollzeitbeschäftigten nicht mehr als 40 Stunden betragen.

Kann ich derzeit einen Antrag auf Home-Office stellen?

Es besteht unverändert die Möglichkeit, einen Antrag auf Home-Office nach der Dienstvereinbarung zur Durchführung von Tele- und Heimarbeit an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg vom 16.06.2011 zu stellen.

Gibt es derzeit Sonderregelungen zum Home-Office?
Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein? Wie
erfolgt die Antragstellung?

Die Regelungen zur Gewährung von Home-Office wurden auch in der 4. Pandemie-Dienstvereinbarung gelockert. Beschäftigte können bei Vorliegen eines wichtigen Grundes und nach grundsätzlicher Zustimmung durch die Abteilung 3 - Personal ganz oder teilweise ihre Arbeitstätigkeit in Home-Office erbringen. Voraussetzung ist zum einen, dass die zu erledigenden Arbeitsaufgaben überhaupt geeignet sind, um im Home-Office erledigt zu werden und zum anderen dürfen u.a. keine datenschutzrechtlichen Gründe entgegenstehen. Darüber hinaus muss ein wichtiger Grund im Sinne der 4. Pandemie-Dienstvereinbarung vorliegen.

Der Antrag ist formlos an die Abteilung 3 – Personal zu stellen. Die*der Vorgesetzen ist ebenfalls von der Antragstellung zu unterrichten. Sofern der Antrag darauf gestützt wird, dass die Arbeitsschutzstandards am regulären Arbeitsplatz nicht eingehalten werden können, ist der Antrag durch die*den Vorgesetzten zu stellen.

Bei der Antragstellung sind bereits geeignete Nachweise vorzulegen.

Nach grundsätzlicher Zustimmung der Abteilung 3 – Personal, dass die*der Beschäftigte zum berechtigten Personenkreis gehört, sind die weiteren Einzelheiten mit der*dem Vorgesetzten zum Home-Office abzusprechen. Die*der Vorgesetzte ist verpflichtet, der Abteilung 3 – Personal zu melden, für welche Tage ganz oder teilweise Home-Office mit der*dem Beschäftigten vereinbart worden ist.

Welche wichtigen Gründe müssen vorliegen, damit ich Home-Office nach der 4. Dienstvereinbarung beantragen kann? Welche Nachweise sind einzureichen?

Die 4. Pandemie-Dienstvereinbarung enthält in § 7 Abs. 3 einen nicht abschließenden Katalog an wichtigen Gründen:

a) Zugehörigkeit zur Risikogruppe. In einem ersten Schritt ist die Vorlage eines betriebsärztlichen Attests erforderlich (siehe hierzu auch).

b) Vorliegen von Krankheitssymptomen, die Anzeichen für eine COVID-19-Erkrankung sein könnten. Die*der Beschäftigte hat eine entsprechende formlose Erklärung (z.B. per E-Mail) abzugeben. Die Zustimmung zum Home-Office erfolgt nur für einen kurzen Zeitraum von maximal einer Woche.

c) Kontakt mit Corona infizierten Personen oder unter Infektionsverdacht stehenden Personen. Die*der Beschäftigte hat den Kontakt formlos (z.B. per E-Mail) glaubhaft zu machen.

d) Nichteinhaltung der Arbeitsschutzstandards am regulären Arbeitsplatz. Die*der Vorgesetzte hat die Nichteinhaltung der zusätzlichen Infektionsschutzmaßnahmen aufgrund der Corona-Pandemie darzustellen. Außerdem ist anzugeben, aus welchen Gründen eine anderweitige Abhilfe (durch organisatorische, räumliche oder technische Maßnahmen) nicht möglich ist.

e) Pflicht zur Betreuung eines unter 12-jährigen Kindes aufgrund pandemiebedingter Schließung/eingeschränkter Regelbetrieb der Kita oder Schule und fehlender Notbetreuung sowie anderer geeigneter Betreuungsperson. Es sind entsprechende Bescheinigungen der Kitas/Schulen einzureichen. Das Fehlen einer anderen geeigneten Betreuungsperson ist glaubhaft zu machen.

f) Pflicht zur Betreuung eines unter 12-jährigen Kindes, da die Kita/Schule die Betreuung ablehnt, weil das Kind an Krankheitssymptomen leidet, die Anzeichen für eine COVID-19-Erkrankung sein könnten. Die fehlende Betreuungsmöglichkeit ist zunächst glaubhaft zu machen. In Einzelfällen können weitere Nachweise durch die Abteilung 3 – Personal abgefordert werden. Mit Erlass vom 10.07.2020 hat das Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration wieder den Besuch von Einrichtungen mit leichten Erkältungen zugelassen.

g) Pflege von nahen pflegebedürftigen Angehörigen. Es ist die Vorlage eines ärztlichen Attests über die Pflegebedürftigkeit erforderlich.

h) Anordnung von Quarantäne, die nicht auf einer privaten Reise in ein Risikogebiet beruht. Zunächst ist die Anordnung der Quarantäne glaubhaft zu machen. Nach Erhalt ist die schriftliche Anordnung des Gesundheitsamtes nachzuweisen.

Wie wird die Arbeitszeit im Home-Office laut Pandemie-Dienstvereinbarung erfasst?

Für Beschäftigte im Home-Office werden bei Vollzeit pauschal 8 Stunden Arbeitszeit pro Tag angerechnet.

Sofern an einem Arbeitstag ein Wechsel von Arbeitszeiten am Arbeitsplatz und im Home-Office erfolgt, wird in der Zeiterfassung ebenfalls die Soll-Arbeitszeit hinterlegt. Es ist nicht erforderlich, dass die Beschäftigten ihre Arbeitszeit an diesem Tag elektronisch erfassen. In diesem Fall wird auch nicht mehr als die Sollzeit angerechnet.

Etwas anderes gilt jedoch, wenn bei Arbeitsbeginn am Arbeitsplatz absehbar ist, dass ein Wechsel ins Home-Office an diesem Tag nicht mehr erfolgen wird. Dann ist die Arbeitszeit wie üblich elektronisch zu erfassen. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass Mehrarbeitsstunden auf dem Gleitzeitkonto erfasst werden.

Ich gehöre zu einer Risikogruppe. Was hat das für Folgen?

Zunächst ist zu prüfen, ob der regelmäßige Arbeitsplatz so angepasst werden kann, dass die Arbeit auch – wie bisher – in der Universität verrichtet werden kann. So ist bspw. nach einem Einzelbüro zu suchen und es ist zu überlegen, wie die dienstlichen Prozesse auch ohne Publikumsverkehr organisiert werden können. Sofern eine solche Anpassung scheitert, ist im zweiten Schritt Home-Office in Betracht zu ziehen.

Darüber hinaus besteht auch die Möglichkeit, einen Antrag auf Home-Office auf der Grundlage der Dienstvereinbarung zur Durchführung von Tele- und Heimarbeit vom 16.06.2011 zu stellen.

Arbeitsrechtliches: Kinderbetreuung

Was muss ich tun, wenn ich meine Kinder betreuen muss?

Beschäftigte mit Kindern unter 12 Jahren, die von der pandemiebedingten Schließung von Kindertageseinrichtungen und Schulen bzw. Horten betroffen sind, haben die Möglichkeit, die Arbeitsleistung im Home-Office zu erbringen oder ggf. von der Arbeit bis zu 30 Arbeitstage freigestellt zu werden. Die Freistellung kann auch halbtags oder stundenweise in Anspruch genommen werden.

Ist die Erbringung der Arbeitsleistung im Home-Office nicht möglich, besteht die Möglichkeit der Freistellung unter Fortzahlung der Bezüge, sofern die Betreuung nicht anders gesichert werden kann. Eine Notbetreuung ist vorrangig in Anspruch zu nehmen. Die Freistellung ist auf eine Dauer von insgesamt 30 Arbeitstagen (bei einer Fünf-Tage-Woche) beschränkt. Erforderlich für die Inanspruchnahme einer Freistellung ist ein formloser Antrag an die*den Vorgesetzte*n und an die Personalabteilung ().

Bei der Antragstellung sind die erforderlichen Nachweise (z.B. Schließung der Kita/Schule, fehlende Möglichkeit einer Notbetreuung, keine anderweitige Absicherung der Betreuung) bei der Personalabteilung einzureichen.

Kann ich als Uni-Beschäftigte*r für meine Kinder, die das zwölfte Lebensjahr nicht vollendet haben oder behindert und auf Hilfe angewiesen sind, die Notbetreuung in Anspruch nehmen?

Auch nach der 7. SARS-CoV_2_EindV findet die Betreuung in Kindertageseinrichtungen in Sachsen-Anhalt derzeit im eingeschränkten Regelbetrieb statt. Ab dem 27.08.2020 erfolgt die Betreuung sowohl in Kindertageseinrichtungen als auch in den Schulen wieder im Regelbetrieb.

Dabei ist jedoch zu beachten, dass die Verordnung nur für Betreuungseinrichtungen in Sachsen-Anhalt gilt. Für Beschäftigte, deren Kinder eine Einrichtung außerhalb von Sachsen-Anhalt besuchen, gelten die Regelungen der jeweiligen Bundesländer.

Soweit in den Kitas und Schulen nur eine Notbetreuung gewährleistet ist, muss die Universität als Arbeitgeber im Einzelfall schriftlich bestätigen, dass der*die Beschäftigte unabkömmlich bzw. unentbehrlich ist.

Solche „Arbeitgeberbestätigungen“ sind durch die Beschäftigten bei dem*der jeweiligen Vorgesetzten einzureichen. Der*die Vorgesetzte hat zunächst zu prüfen, ob der*die Beschäftigte unabkömmlich ist und keine flexible Gestaltung der Arbeit(szeit) möglich ist. Bevor der*die Vorgesetzte das Formular „Arbeitgeberbestätigung“ unterzeichnet, muss er*sie per E-Mail bei der Abteilung 3 – Personal () die Bestätigung einholen, dass mit dem*der Antragsteller*in aktuell ein Beschäftigungsverhältnis (Arbeits- und Dienstverhältnis) besteht, da für andere Personengruppen (z.B. Stipendiaten, Werkvertragsnehmer, Dienstleister) diese Bestätigung nicht ausgefüllt und unterzeichnet werden kann.

Bei weiteren Fragen zum Thema „Betreuung von Kindern“ stehen auch die Mitarbeiter*innen des Familienbüros der Universität zur Verfügung.

Arbeitsrechtliches: Krankheit, Quarantäne, Reisen und weitere Vorgänge in Zusammenhang mit dem Coronavirus

Wenn ich Erkältungssymptome habe: Wen muss ich informieren?

Wenn Sie erkältet sind, setzen Sie sich bitte frühzeitig mit Ihren Vorgesetzten in Verbindung und sprechen gemeinsam ab, ob es möglich ist, ein persönliches Erscheinen am Arbeitsplatz zu vermeiden und stattdessen in Home-Office zu arbeiten. Anschließend stellen Sie bitte einen formlosen Antrag an die Personalabteilung () und setzen Ihre*n Vorgesetzte*n in Kopie. Geben Sie den Zeitraum an, den Sie im Home-Office arbeiten wollen.

Wenn ich unter Quarantäne gestellt werde: Wen muss ich informieren?

Beschäftigte sind verpflichtet, ihren Vorgesetzten und ihren zuständigen Personalsachbearbeiter*innen per Mail an eine behördlich oder ärztlich angeordnete Quarantäne unverzüglich anzuzeigen. Die Universität als Arbeitgeberin wird aufgrund der bestehenden Fürsorgepflicht dann auch prüfen, ob weitere Schutzmaßnahmen für Kolleg*innen der betroffenen Person zu treffen sind. Es besteht die Möglichkeit, auch während der Quarantäne im Home-Office zu arbeiten.

Bekomme ich noch Geld, wenn ich unter Quarantäne gestellt werde?

Wird eine Quarantäne behördlich angeordnet, dann werden die Bezüge weiterhin gezahlt. Das Arbeitsentgelt wird jedoch eingestellt, wenn die Quarantäne auf eine private Urlaubsreise in ein Risikogebiet zurückzuführen ist.

Was ist, wenn ich mich tatsächlich infiziert habe und krank bin?

Wenn Beschäftigte tatsächlich erkranken, gelten die allgemeinen Regeln zur Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall. Die Beschäftigten sind wiederum verpflichtet, die Arbeitsunfähigkeit und deren voraussichtliche Dauer unverzüglich anzuzeigen. Grundsätzlich ist in der Regel die Ursache der Erkrankung nicht mitzuteilen. Mitteilung über einen positiven Covid-19-Befund ist jedoch dringend erforderlich, damit die Universität die Kontaktpersonennachverfolgung aufnehmen kann   , um andere Beschäftigte zu schützen und weitere Schutzvorkehrungen treffen zu können. Aus diesem Grund teilen Sie bitte nicht nur die Infektion mit dem Coronavirus mit, sondern geben auch die Beschäftigten und Gäste der Universität an, mit denen Sie mindestens 15 Minuten ein direktes Gespräch („face-to face“) geführt haben. Dabei sind alle Gesprächspartner*innen zu benennen, mit denen Sie zwei Tage vor Auftreten der ersten Symptome den „face-to-face“-Kontakt hatten. Es sind sowohl der*die Vorgesetzte als auch die Abteilung 3 – Personal per E-Mail unverzüglich zu informieren.

Soll ich der Universität mitteilen, wenn ich oder meine Angehörigen zuletzt in einem Risikogebiet waren oder Kontakt zu infizierten Personen hatten?

Beschäftigte, die sich in den letzten 14 Tagen vor Dienstantritt - beruflich oder privat - in einem Risikogebiet aufgehalten haben oder Kontakt mit infizierten Personen hatten, müssen dies sofort anzeigen, damit über weitere Maßnahmen, z.B. Home-Office, entschieden werden kann. Dies gilt auch, wenn Personen, die mit Ihnen in einem Haushalt leben, Kontakt zu einer Corona-infizierten Person hatten.

Beschäftigten ist es in diesen Fällen untersagt, die Liegenschaften der Universität zu betreten.

Dies gilt nicht mehr, wenn nach der Rückkehr aus dem Risikogebiet ein ärztliches Zeugnis vorgelegt wird, welches bestätigt, dass keine Anhaltspunkte für eine Infektion mit dem Coronavirus vorliegen. Das ärztliche Zeugnis ist vor Dienstantritt der Personalabteilung zu übermitteln. Ebenso können Sie an Ihren Arbeitsplatz zurückkehren, wenn sich der Infektionsverdacht bei den Kontaktpersonen nicht bestätigt hat.

Bitte informieren Sie in diesen Fällen Ihre Vorgesetzten und Ihre Personalsachbearbeiter*innen per Mail an .

Wenn Sie von einer privaten Urlaubsreise aus einem Risikogebiet zurückkehren, die Sie angetreten haben, als das Reiseziel bereits zum Risikogebiet deklariert worden war, und damit wissentlich eine anschließende Quarantäne in Kauf genommen haben, ist die Vereinbarung von Home-Office regelmäßig nicht möglich.

Kann ich während meines Erholungsurlaubs ohne Einschränkungen reisen?

Private Reisen ins Ausland oder in Risikogebiete können dienst- bzw. arbeitsrechtlich nicht untersagt werden. Die SARS-CoV-2-Quarantäneverordnung des Landes Sachsen-Anhalt vom 09. April 2020 in der Fassung vom 30.06.2020 sieht jedoch vor, dass Personen, die bis einschließlich 16.09.2020, 24.00 Uhr aus dem Ausland nach Sachsen-Anhalt einreisen, sich auf direktem Weg für einen Zeitraum von 14 Tagen in Quarantäne begeben müssen, wenn sie sich vor ihrer Einreise in einem Risikogebiet aufgehalten haben.  Als Risikogebiet im Sinne der o.g. Quarantäneverordnung wird ein Staat oder eine Region außerhalb der Bundesrepublik Deutschland angesehen, für welchen oder welche zum Zeitpunkt der Einreise in die Bundesrepublik Deutschland ein erhöhtes Risiko für eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht. Die Einstufung als Risikogebiet     erfolgt durch das Bundesministerium für Gesundheit, das Auswärtige Amt und das Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat und wird durch das Robert Koch-Institut veröffentlicht.

Auch das Auswärtige Amt hat seine weltweite Reisewarnung    bis einschließlich 31. August 2020 angepasst. Von der Teilnahme an Kreuzfahrten wird aufgrund der besonderen Risiken dringend abgeraten.

Die o.g. Quarantäneverordnung beinhaltet in § 2 auch Ausnahmen von der häuslichen Quarantäne, wenn Personen aus einem Risikogebiet einreisen. Eine Quarantäne ist nicht erforderlich, wenn ein ärztliches Zeugnis aufgrund einer molekularbiologischen Testung bestätigt, dass keine Anhaltspunkte für eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 vorliegen. Die einzelnen Voraussetzungen zur Ausstellung dieser ärztlichen Bescheinigung können Sie
§ 2 Abs. 2 der SARS-CoV-2QuaV    entnehmen.

Aufgrund der nunmehr bekannten Reisewarnungen und -beschränkungen sowie der sich möglicherweise anschließenden Quarantäne erhalten Beschäftigte, die sich als Reiserückkehrer*in in Quarantäne begeben müssen, in diesem Fall keine Befreiung vom Dienst unter Fortzahlung ihrer Bezüge durch den Arbeitgeber. Das Ministerium für Finanzen des Landes Sachsen-Anhalt hat in seinem Erlass vom 14. Mai 2020 (Az. 14b-03027-14/3) ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es sich bei der Urlaubsreise um eine eigenverantwortliche Entscheidung des Beschäftigten handelt, dessen Folgen sie*er selbst tragen muss. Im Fall von Quarantäne, Tätigkeitsverboten oder Schwierigkeiten bei der Rückreise sind für den Zeitraum der Absonderung Urlaub oder Gleittage zu beantragen. Anderenfalls erfolgt eine Kürzung der Bezüge. Im Regelfall ist die Vereinbarung von Wohnraumarbeit nicht möglich.

Kann ich aktuell eine Dienstreise machen?

1. Dienstreisen innerhalb Deutschlands sowie in Länder ohne Reisewarnung sind grundsätzlich zulässig; es gilt das übliche Genehmigungsverfahren.

2. Auslandsdienstreisen in Länder, für die eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes    aus Anlass der Corona-Pandemie besteht, bleiben untersagt; maßgeblich ist jeweils die Situation bei Antritt der Reise. Besteht zum Zeitpunkt der beabsichtigten Buchung eine Reisewarnung, so darf die Buchung nur mit Genehmigung des Rektors oder des Kanzlers erfolgen.

3. Für Dienstreisen, die entgegen Nr. 2 gebucht oder durchgeführt werden, besteht kein Anspruch auf Erstattung der Reisekosten.

Muss ich bei Beratungen und sonstigen Gesprächen mit Kolleg*innen eine Teilnehmerliste führen?

Bei jedem nicht nur kurzzeitigen Zusammentreffen von Personen ist sicherzustellen, dass eine Dokumentation der Anwesenden erfolgt, die im Falle einer Erkrankung eine Nachverfolgung von Kontakten zulässt. Dabei gilt folgendes:

  1. Bei jedem Zusammentreffen mehrerer Personen ist zu dokumentieren, wer an diesem teilgenommen hat. Ausgenommen sind lediglich kurzzeitige Zusammentreffen unter 15 Min. Dauer.
  2. Eine gesonderte Dokumentation ist nicht erforderlich, wenn zu einem Treffen ein Protokoll erstellt wird, aus dem die Anwesenheit hervorgeht. Das gleiche gilt, wenn das Treffen in einem Kalender, Tagebuch o.ä. erfasst ist. Dabei ist sicherzustellen, dass im Bedarfsfall ein Zugriff auf diese Aufzeichnungen möglich ist, möglichst durch mehrere Personen.
  3. Für Beschäftigte und Studierende der Universität ist nur der Name zu notieren (plus weitere Unterscheidungsmerkmale bei Verwechslungsgefahr, z.B. Zuordnung zu einer Arbeitseinheit), da deren Kontaktdaten in der Personal- bzw. Studierendenverwaltung zentral hinterlegt sind.
  4. Für externe Teilnehmer*innen sind Name, Adresse und Telefonnummer zu dokumentieren; das gilt auch im Falle der Nr. 2.
  5. Die Aufzeichnungen sind für die Dauer von vier Wochen nach dem Ende der Besprechung aufzubewahren. Spätestens zwei Monate nach der Besprechung sind die personenbezogenen Daten zu löschen.

Besteht die Möglichkeit, dass mein befristeter Arbeitsvertrag als wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in oder Lehrkraft für besondere Aufgaben aufgrund der COVID-19-Pandemie verlängert wird?

Der Gesetzgeber hat am 07.05.2020 eine Änderung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes (WissZeitVG) beschlossen, damit Wissenschaftler*innen trotz der vielfältigen Einschränkungen durch die COVID-19-Pandemie ihre Qualifizierungsziele im Sinne des § 2 Abs. 1 WissZeitVG erreichen können. Dabei besteht kein Anspruch des wissenschaftlichen Personals auf pauschale Verlängerung des individuellen Arbeitsvertrages, sondern es muss eine Prüfung im Einzelfall erfolgen.

Im Rahmen einer Übergangsregelung werden die Höchstbefristungsgrenzen gem. § 2 Abs. 1 S. 1 und S. 2 WissZeitVG (6 Jahre Promotionsphase, 6 Jahre Post-Doc-Phase bzw. 9 Jahre im Bereich der Medizin) um sechs Monate verlängert. Voraussetzung ist, dass zwischen dem 01.03.2020 und dem 30.09.2020 ein Arbeitsverhältnis nach § 2 Abs. 1 WissZeitVG, also zur Qualifizierung, besteht. Wissenschaftliche Beschäftigte, die einen drittmittelbefristeten Arbeitsvertrag nach § 2 Abs. 2 WissZeitVG oder auf anderer Befristungsgrundlage (z.B. § 14 Abs. 1 Nr. 1 und Nr. 3 TzBfG) in dieser Zeit haben, profitieren leider nicht von dieser Regelung. Ob für diese Beschäftigten eine Verlängerung aus Anlass der COVID-19-Pandemie möglich ist, hängt vielmehr davon ab, ob die Laufzeit des Drittmittelprojekts und die vorhandenen Drittmittel entsprechend angepasst werden; hierzu kommt es auf die mit dem Drittmittelgeber bestehenden Vereinbarungen bzw. den Förderbescheid an. Auch für wissenschaftliche Hilfskräfte bleibt es bei der Höchstbefristungsdauer von 6 Jahren.

Falls eine Verlängerung des Arbeitsvertrages nach § 2 Abs. 1 WissZeitVG durch den/die Vorgesetzten beabsichtigt und zudem die Finanzierung durch die Fakultät gesichert ist, ist der übliche Antrag auf Verlängerung des Beschäftigungsverhältnisses durch den/die Vorgesetzten auf dem Dienstweg über das Dekanat bei der Abteilung 3 – Personal einzureichen. Diesem Antrag ist wie üblich die Qualifizierungserklärung nebst Arbeits- und Zeitplan beizufügen.

Sollte eine Finanzierung der Verlängerung des Arbeitsvertrages durch die Fakultät ausnahmsweise nicht möglich sein, können die Vorgesetzen in Härtefällen einen Antrag auf Finanzierung der Vertragsverlängerung an das Prorektorat für Forschung richten. Der Antrag ist auf dem Dienstweg über das Dekanat der jeweiligen Fakultät einzureichen. In diesem Zusammenhang ist weitergehend zu den o.g. Voraussetzungen darzulegen, welche coronabedingten Einschränkungen den Abschluss der geplanten Qualifizierung verzögert haben und aus welchen Gründen eine Verlängerung im Rahmen des Fakultätsbudgets nicht möglich ist. Der Rektorat prüft dann, ob ein Härtefall vorliegt, der die Verlängerung des Arbeitsverhältnisses rechtfertigt.

Ein separater Antrag von Beschäftigten auf Verlängerung ihres Arbeitsvertrages aufgrund der pandemiebedingten Einschränkungen ist weder an die Abteilung 3 – Personal noch an das Prorektorat für Forschung möglich und auch nicht erforderlich.

Die begrenzte Vertragsverlängerung von 6 Monaten spielt derzeit nur bei Arbeitsverträgen eine Rolle, bei denen anderenfalls keine Verlängerung mehr in Betracht käme, weil die bisherigen Höchstbefristungsgrenzen nach dem WissZeitVG ausgeschöpft sind. Bei auslaufenden Verträgen ist zu prüfen, ob die Verlängerungsmöglichkeit in Betracht kommt. Entsprechende Verlängerungsanträge sind – wie üblich – rechtzeitig bei der Abteilung 3 – Personal zu stellen, mindestens jedoch 6 Wochen vor Beendigung des Arbeitsvertrages. In Härtefällen ist unter Berücksichtigung dieser 6-Wochen-Frist der Antrag rechtzeitig beim Prorektorat für Forschung zu stellen.

Die Sonderregelung im WissZeitVG ist zeitlich nicht befristet. Voraussetzung ist lediglich, dass ein Arbeitsvertrag nach § 2 Abs. 1 WissZeitVG im Zeitraum vom 01.03.2020 bis zum 30.09.2020 bestand. Damit sind entsprechende Verlängerungsanträge auch in nachfolgenden Jahren noch möglich, es gibt keine Ausschlussfrist.

Weitere Fragen

Können Vorstellungsgespräche an der MLU durchgeführt werden?

Es wird dringend empfohlen, derzeit von persönlichen Vorstellungsgesprächen vor Ort Abstand zu nehmen und stattdessen auf virtuelle Auswahlverfahren auszuweichen. Als Alternativen zum klassischen Präsenz-Interview sind insbesondere Videokonferenz-Interviews möglich. Die grundsätzlichen Anforderungen sowie die Vor- und Nachteile verschiedener virtueller Auswahlverfahren hat die Abteilung 3 - Personal in einem Leitfaden zusammengefasst. Sie können den Leitfaden gern bei Ihrem zuständigen Personalreferat unter anfordern.

Sofern nicht alle Beteiligten einem virtuellen Auswahlverfahren zustimmen oder die Benachteiligung schwerbehinderter Bewerber*innen droht, können in Ausnahmefällen mit Zustimmung der Abteilung 3 – Personal die klassischen persönlichen Vorstellungsgespräche durchgeführt werden. Hierfür wenden Sie sich bitte per E-Mail mit einer ausführlichen Begründung an die Abteilung 3 – Personal.  Bei Durchführung der Vorstellungsgespräche sind die aktuell erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen, vor allem die Abstands- und Hygieneregeln, zwingend einzuhalten.

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