Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Orts-NC

Die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg stellt immer wieder fest, dass es schlecht um das Hintergrundwissen zum Thema "Orts-NC" bzw. "Uni-NC" bestellt ist. Dies ist äußerst bedauerlich, verhindert sie doch, dass viele Schüler*innen sich erst gar nicht für ihr Wunschstudium bewerben, obwohl sie gute Chancen auf einen Studienplatz hätten. Mit den nachstehenden Informationen möchten wir in diesem Zusammenhang zur Aufklärung beitragen.

Was ist NC?

Der Begriff „NC" ist die Abkürzung von numerus clausus und heißt übersetzt „begrenzte Anzahl". Hat also ein Studienangebot einen NC, wird damit nur mitgeteilt, dass hier die Anzahl der zu vergebenden Studienplätze (= Studienplatzkapazität) begrenzt ist. Weiter nichts. Wie und an wen diese Studienplätze vergeben werden, hängt dann von gesetzlich geregelten Auswahlverfahren ab, bei denen die Abiturnote das wichtigste Kriterium ist - zusätzlich spielen aber auch Wartesemester und gegebenenfalls fachspezifische Auswahlkriterien, beispielsweise Ergebnisse von Eignungstests eine Rolle. Wichtig zu wissen ist, dass es keine vorher festgelegten Abi-Durchschnitte gibt, die es „zu schaffen" gilt! Weiter unten dazu mehr.

Zu unterscheiden sind zwei grundsätzliche Arten von NCs:

  • Die Stiftung für Hochschulzulassung "Hochschulstart" (im Weiteren nur "Hochschulstart") führt bundesweit die Vergabe von Studienplätzen in Medizin, Pharmazie, Zahnmedizin und Tiermedizin (kein Studiengang der MLU) durch. Für diese Studienrichtungen bewirbt man sich also grundsätzlich direkt bei Hochschulstart und nicht an der gewünschten Universität. Die Auswahl und Zulassung erfolgt im sogenannten Zentralen Auswahlverfahren. Weitere Informationen findet man unter  www.hochschulstart.de   .
  • Darüber hinaus hat die Universität die Möglichkeit, weitere Studiernangebote mit einem sogenannten Orts-NC (auch Uni-NC genannt) zu belegen. Für diese Studiengänge bewirbt man sich direkt an der Universität.
  • Allerdings gibt es Ausnahmen: Die MLU nutzt das Serviceangebot von Hochschulstart auch für die Durchführung der Auswahlverfahren in drei Bachelorstudiengängen mit Uni-NC, Psychologie, Biochemie und Biologie. Für einen Studienplatz in diesen Studiengängen bewirbt man sich also ausnahmsweise nicht bei der MLU sondern bei Hochschulstart (www.hochschulstart.de   ).
  • Alle anderen Studienmöglichkeiten sind dann solche zur „freien Einschreibung". Das Besondere daran ist, dass jeder Bewerber oder jede Bewerberin einen Studienplatz bekommt. Man muss allerdings, wie auch bei den NC-Studiengängen, eine anerkannte Hochschulzugangsberechtigung (in der Regel ein Abiturzeugnis) haben und bei einigen Studiengängen auch fachspezifische Zulassungsvoraussetzungen erfüllen. Beispielsweise braucht man für Sport oder Musik einen Nachweis einer bestandenen Eignungsprüfung oder bei Englisch muss man die Sprache schon sehr gut beherrschen.

Hinweis: Bei Bewerbungen zu höheren Fachsemestern und Master-Studiengängen gelten andere Regelungen - in den nachfolgenden Ausführungen geht es ausschließlich um das Erst-Studium.

Wozu Zulassungsbeschränkungen mittels Orts-NC / Uni-NC?

Zulassungsbeschränkungen sind ein Instrument, um die Anzahl der Studierenden auf die zur Verfügung stehenden Möglichkeiten der einzelnen Studienorte abstimmen zu können. Hörsäle und Labore sind nun einmal nicht aus Gummi, Geld für Personal steht nicht unendlich zur Verfügung und im Interesse einer guten Studienqualität müssen so vermutlich / erfahrungsgemäß sehr gut nachgefragte Studienangebote vor zu vielen Studierenden praktisch „geschützt“ werden. In Abhängigkeit von verschiedenen internen und externen Faktoren werden von den Universitäten daher jährlich immer wieder neue Festlegungen zum Einsatz des Orts-NC getroffen. Bei der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg beispielsweise ist – als Konsequenz auf die geburtenschwachen Jahrgänge in den neuen Bundesländern - tendenziell immer noch eine verstärkte Möglichkeit zur freien Einschreibung zu verzeichnen.

Es geht also nicht darum, mit Hilfe von hohen vorgegebenen NC-Notenwerten Bewerber mit einem „schlechten“ Abi-Durchschnitt von diesen Studiengängen fern zu halten. Richtig ist, es gibt keine vorgegebenen sog. NC-Werte!

Wie hoch ist denn der NC?

Die Frage „Wie hoch ist denn der NC?“ ist dementsprechend schlicht und einfach falsch. Wie oben dargestellt, steht „NC“ nur für die Tatsache, dass die Anzahl der zur Verfügung stehenden Studienplätze begrenzt ist und es dementsprechend ein Verfahren geben muss, mit dem die Vergabe geregelt wird. Allenfalls kann man fragen „Wie viele Studienplätze gibt es denn in Studienrichtung XYZ an Ihrer Uni und wie viele BewerberInnen gab es erfahrungsgemäß bisher?“ um in etwa ein Gefühl bekommen zu können, wie die Chancen auf Zulassung stehen.

Aber was ist denn nun mit dem Orts-NC / Uni-NC?

Natürlich wissen wir, dass es bei der Frage nach der Höhe des NC in Wirklichkeit darum geht, welchen Notendurchschnitt man haben muss, um seinen Studienplatz zu bekommen. Die Antwort ist nochmals: es gibt keinen vorher festgelegten Wert! Die z.B. auf den Internetseiten der Universitäten und Hochschulen veröffentlichten Notendurchschnitte stammen immer aus dem  Vorjahr. Sie geben dabei nur den Notendurchschnitt des „schlechtesten“ Bewerbers wieder, der im Vorjahr im Hauptverfahren (das ist die allererste Vergaberunde) eine Zulassung bekommen hatte. Klingt kompliziert? Also an dieser Stelle Beispiel 1:

  • Studiengang x hat eine Kapazität von 100 Studienplätzen, ist mit einem NC belegt und hat sonst weiter keine fachspezifischen Auswahlkriterien.
  • Es bewerben sich 500 Abiturienten.
  • Nach Bewerbungsschluss werden alle Bewerber in drei Listen sortiert
  • Liste 1 bringt alle Bewerber entsprechend der Abi-Note in eine Reihenfolge, Liste 2 bringt alle Bewerber entsprechend der Anzahl der Wartesemester (die Zahl der Semester, die seit der Abiprüfung vergangen sind, abzüglich Studienzeiten an anderen deutschen Hochschulen) in eine Reihenfolge und Liste 3 sortiert auch nach Abiturdurchschnittsnote. In dieser Liste könnten aber auch zusätzlich zur Abiturnote weitere, fachspezifische Auswahlkriterien, wie zum Beispiel die besondere Wichtung eines Vorpraktikums oder eines einschlägigen Berufsabschlusses, das Ergebnis einer Eignungsprüfung oder eines Eignungsgesprächs heran gezogen werden (siehe Beispiel 2).
  • Die zur Verfügung stehenden Studienplätze werden nach einem vorgegebenen System an die Bewerber aus den 3 Listen vergeben: 30 % der Plätze (also 30 Studienplätze von insgesamt 100) werden an Bewerber aus Liste 1 (Abiturbesten-Quote), 10 % der Plätze (also 10 Plätze) werden an Bewerber aus Liste 2 (Wartezeitquote) und 60 % der Studienplätze (also die restlichen 60 Plätze) werden an Bewerber aus Liste 3 (Quote aus Abiturdurchschnitt und gegebenenfalls studiengangsspezifischen Kriterien) vergeben.
  • Insgesamt erhalten also 100 Bewerber eine Zulassung; alle anderen 400 zunächst einmal eine Ablehnung.
  • Diese erste Zulassungsrunde nennt man „Hauptverfahren“.
  • Es wird nun der Notendurchschnitt des „schlechtesten“ Bewerbers von Liste 3 ermittelt, der eine Zulassung für den letzten (im Beispiel 1 also den 100. Studienplatz) erhalten hat. Dieser Wert wird als Orientierung für die BewerberInnen des nächsten Jahres veröffentlicht, die nun wissen, ob eine Platzierung unter den Zugelassenen möglich gewesen wäre, wenn Sie sich mit ihrer jetzigen Abiturnote im Vorjahr beworben hätten.

Anders gesagt: der sagenumwobene „NC-Wert“ entsteht erst im Laufe des Auswahlverfahrens, ergibt sich also erst aus den konkreten Bewerbungen. Niemand weiß vor Ablauf des Auswahlverfahrens, wie er im aktuellen Jahr ausfällt. Noch mal anders gesagt: würden sich im Jahr 2019 für den Beispielstudiengang X 99 Abiturienten mit einem Durchschnitt von 1,0 bewerben und der hundertste hätte einen Durchschnitt von 2,0 , ergäbe sich ein offizieller NC-Wert von 2,0 , weil der letzte Bewerber, der eine Zulassung im Hauptverfahren erhalten hat, eine Abiturnote von 2,0 hatte.

Das heißt aber nicht, dass man dann als Bewerber im Jahr 2020 mit einer Abiturnote von 2,0 auch sicher eine Zulassung bekommt - entscheidend sind nämlich die konkreten Bewerber mit denen man 2020 im Wettbewerb steht! Der NC-Wert wird jetzt also wieder neu ermittelt, um eine Vergaberangfolge festlegen zu können. Bewerben sich also im Jahr 2020 für Beispielstudiengang X für die 100 Studienplätze 100 Abiturienten jeweils mit einer Note von 1,5 , bekommen dann die die Zulassungen - einer mit 2,0 geht diesmal leer aus, denn die Zulassungen für alle Studienplätze sind an die BewerberInnen mit der 1,5 gegangen.

Etwas komplizierter wird es im zweiten Beispiel, welches aber durchaus auch Anwendung für einige der Studiengänge an der MLU findet:

Die Voraussetzungen sind die gleichen wie beim ersten Beispiel:

  • Studiengang X hat eine Kapazität von 100 Studienplätzen und ist mit einem NC belegt
  • Es bewerben sich 500 AbiturientInnen.
  • Nach Bewerbungsschluss werden alle BewerberInnen wieder in drei Listen sortiert
  • Liste 1 bringt wieder alle BewerberInnen entsprechend der Abi- Note in eine Reihenfolge, Liste 2 bringt alle BewerberInnen entsprechend der Anzahl der Wartesemester (die Zahl der Semester, die seit der Abiprüfung vergangen sind, abzüglich Studienzeiten an anderen deutschen Hochschulen) in eine Reihenfolge.
  • In Liste 3 wird eine Rangfolge gebildet entsprechend einer Wertzahl für jeden Bewerber, die sich aus der Summe der Gesamtpunktzahl des Abiturs und weiterer Punkte für beispielsweise ein Vorpraktikum ergibt. Laut Gesetz gäbe es aber auch beispielsweise die Möglichkeit, Auswahltests durchzuführen oder einen Ausbildungsabschluss in die Auswahl einzubeziehen. Wichtig zu wissen ist, dass bei Anwendung fachspezifischer Auswahlkriterien in der Liste 3 trotzdem die Abiturdurchschnittsnote den entscheidenden Einfluss hat.
  • Die Vergabe der Studienplätze erfolgt wie in Beispiel 1: 30 % der Studienplatzkapazitäten des Studiengangs x (also 30 Plätze von insgesamt 100) müssen an BewerberInnen aus Liste 1 vergeben werden und 10% (also 10 Plätze) an BewerberInnen aus Liste 2 und die restlichen 60 Plätze an Bewerber aus der Liste 3.
  • Insgesamt erhalten also wiederum 100 BewerberInnen eine Zulassung; alle anderen 400 eine Ablehnung.
  • In diesem Beispiel kann man am Ende allerdings keinen „NC“ als Orientierung nennen, weil die Auswahl eben nicht nur nach dem Abiturdurchschnitt sondern zusätzlich auch nach weiteren Auswahlkriterien erfolgt ist. Hier findet man in den Tabellen der NC-Werte (siehe Link rechts im grünen Kasten) eine zunächst unverständliche Punktzahl, die man nur interpretieren kann, wenn man sich genau über das konkrete Auswahlverfahren informiert hat.
  • Wichtig zu wissen: Ab 2022 wird es in allen NC-Studiengängen mindestens ein zusätzliches Auswahlkriterium geben.

Und was sagt mir das?

Ein Verständnis der Vergabeverfahren hilft, die Chancen auf das Erlangen des Wunsch-Studiums realistischer einschätzen zu können. Viele AbiturientInnen lassen sich von den NC-Werten abschrecken und bewerben sich gar nicht erst. In vielen, vor allem den sehr stark nachgefragten Studienrichtungen bietet der jeweilige Orts-NC-Wert des Vorjahres schon eine gute Orientierung. Bei sehr vielen anderen Studienangeboten aber ist er irreführend. Warum das so sein kann, soll am nächsten Beispiel gezeigt werden. Zunächst einmal läuft alles wie bei den ersten beiden Beispielen:

  • Studiengang X hat eine Kapazität von 100 Studienplätzen, ist mit einem NC belegt und hat sonst weiter keine fachspezifischen Zugangsvoraussetzungen
  • Es bewerben sich 500 AbiturientInnen
  • Das Auswahlverfahren erfolgt dann nach den Grundsätzen von Beispiel 1 oder 2.
  • Es erhalten also insgesamt 100 BewerberInnen eine Zulassung; alle anderen 400 eine Ablehnung.
  • Diese erste Zulassungsrunde nennt man „Hauptverfahren“.
  • Es wird der Notendurchschnitt bzw. die Gesamtpunktzahl des „schlechtesten“ Bewerbers von Liste 3 ermittelt und als Orientierung für die BewerberInnen des nächsten Jahres veröffentlicht. Das ist der NC-Wert bzw. auch NC-Grenzwert genannt (=Grenze zwischen zugelassenen und abgelehnten BewerberInnen). Fertig.

Jetzt wird es interessant:

  • da sich viele AbiturientInnen mehrfach bewerben, nehmen im Beispielstudiengang X von den og. 100 Erstplatzierten 70 Bewerber die Zulassung aus dem Hauptverfahren nicht an (nur 30 Annahmen von 100 Zulassungen sind durchaus realistisch.
  • jetzt erhalten weitere 70 Bewerber, die zunächst iim Hauptverfahren eine Ablehnung erhalten haben, in einem sog. Nachrückerverfahren eine Zulassung
  • diese 70 Bewerber haben sich "natürlich" auch mehrfach beworben und auch von denen nehmen nicht alle eine Zulassung an
  • es gibt ggf. weitere Nachrückerrunden, bis keine BewerberInnen mehr da sind
  • wenn dann kurz vor Semesterbeginn immer noch Studienplätze frei sein sollten, werden diese in einem sog. „Losverfahren“ schlicht und einfach ausgelost. Man muss sich zwar für das Losverfahren gesondert anmelden, aber die Abi-Note spielt jetzt keine Rolle mehr

Der Witz bei der Sache: eigentlich müsste man den Notendurchschnitt bzw. die Gesamtpunktzahl des schlechtesten Bewerbers aus der jeweils letzten Auswahlrunde ermitteln bzw. von denen, die letztlich die Zulassung angenommen und tatsächlich angefangen haben zu studieren. Den (Arbeits-) Aufwand treiben aber nur wenige Hochschulen, so dass letztlich eine große Differenz zwischen den Notendurchschnitten aus dem Hauptverfahren (die zumeist für das Folgejahr veröffentlicht werden) und den Durchschnitten bestehen kann, zu denen die Studienplätze im Ergebnis der Nachrückerverfahren wirklich vergeben wurden .

Orts-NC / Uni-NC an der MLU

Die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg ist eine Volluniversität und bietet mehr als 160 Studienangebote für Erststudierende. Für drei davon - Medizin, Pharmazie, Zahnmedizin - bewirbt man sich über Hochschulstart im Zentralen Auswahlverfahren, ca. 45 haben einen Orts-NC und die restlichen stehen zur freien Einschreibung (z.T. mit fachspezifischen Zugangsvoraussetzungen) zur Verfügung. Eine Besonderheit des hallischen Studienmodells sind die vielfältigen Kombinationsmöglichkeiten, die eine Ausrichtung an individuelle Studienvorlieben ermöglichen.

Eine Übersicht zu den Studienangeboten findet sich unter:

http://www.studienangebot.uni-halle.de

Weitere Informationen zum Thema NC / Orts-NC finden sich unter:

https://immaamt.verwaltung.uni-halle.de/bewerbung/nc/

http://studienberatung.verwaltung.uni-halle.de/studienbewerber/auswahlverfahren/


Zusammenfassung des Themas Orts-NC / Uni-NC

Kurz und gut:

  • Die Existenz von Orts-bzw. Uni-NC sollte zunächst einmal keinen Interessenten von einer Bewerbung abhalten.
  • Der NC-Wert entsteht erst als Ergebnis eines abgeschlossenen Bewerbungsverfahrens, hängt von der konkreten Anzahl der Bewerbungen ab und natürlich von den Abiturdurchschnittsnoten der Bewerber*innen.
  • Die veröffentlichen Werte stammen aus den Vorjahren und können nur als Groborientierung dienen - letztlich weiß niemand, wieviele Bewerber*innen sich mit welchen Abiturnoten im aktuellen Jahr bewerben werden
  • Es ist durchaus möglich, dass Bewerber*innen im ersten Versuch eine Ablehnung erhalten, dann aber im Nachrückerverfahren noch zum Zuge kommen – Dranbleiben heißt die Devise!

Sonst noch gut zu wissen

  • Vor allem die drastisch zugenommene Anzahl an Mehrfachbewerbungen führt dazu, dass wenige sehr gute Abiturienten dann eben parallel von verschiedenen Hochschulen Zulassungen bekommen und nicht ganz so gute AbiturientInnen kämen nicht zum Zuge. Da jeder zugelassene Bewerber aber nur einen Platz annehmen kann, würden im Hauptverfahren zunächst mehr oder weniger viele Studienplätze frei bleiben. Die Universität müsste diese Plätze in mehreren Nachrückverfahren vergeben, was natürlich Zeit kostet. Um möglichst in der ersten Vergaberunde, dem Hauptverfahren, die Studienplätze zu besetzen, werden mehr Plätze vergeben als vorhanden sind. Somit verhindert man aufwändiges Nachrücken.
  • Es passiert durchaus, dass für Studienangebote mit Orts-NC weniger Bewerbungen eingehen als Studienplätze vorhanden sind – in solchen Fällen werden natürlich alle Bewerber*innen zugelassen…
  • Bedingt durch die herangerückten geburtenschwache Jahrgänge gibt es in den neuen Bundesländern bis zu 40% weniger Abiturienten – dem gegenüber wird es in den nächsten Jahren in den alten Bundesländern in Folge geburtenstarker Jahrgänge einen starken Andrang Studieninteressierter geben, für die vor Ort die Kapazitäten eigentlich nicht ausreichen. Wer also zeitnah ein Studium aufnehmen möchte, ist gut beraten, sich auch an Hochschulen in den neuen Bundesländern zu bewerben. Nicht nur die Konkurrenz ist geringer, die Mobilität wird zudem belohnt durch hochmoderne Ausstattungen, gute bis sehr gute Betreuungsrelationen und geringe Lebenshaltungskosten.

Unser Portal für Studieninteressierte und Bewerber

Hier gibt es Informationen satt: Studienbotschafter*innen stellen das Studieren und Leben an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und in der Studentenstadt Halle (Saale) vor.

http://www.ich-will-wissen.de    

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