Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Schafft Wissen. Seit 1502.


Die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg steht für
Demokratie, Vielfalt, Toleranz und Weltoffenheit

Die zahlreichen Krisen in der Welt, Krieg, Gewalt und vielfaches menschliches Leid sowie Herausforderungen wie der Klimawandel, Migration und wirtschaftliche Unsicherheiten erzeugen tiefe Verunsicherung. Dies führt zu gesellschaftlichen Debatten, die zum Teil demokratiefeindlich sind. Vor dem Hintergrund öffentlich gewordener rechtsextremistisch geprägter, antidemokratischer Bestrebungen bringt die MLU ihre tiefe Sorge um die Freiheit von Forschung und Lehre in der internationalen und vielfältigen Gemeinschaft ihrer Forschenden, Lehrenden und Lernenden zum Ausdruck. Im Bewusstsein ihrer eigenen Geschichte in den Diktaturen des 20. Jahrhunderts wendet sich die MLU gegen Fremdenfeindlichkeit und Nationalismus.

Wissenschaft lebt vom Austausch mit anderen. Die MLU ist als "weltoffene Hochschule"    ein Ort der Begegnung, der kritischen Auseinandersetzung und des Lernens, weil sie Menschen mit verschiedenen kulturellen, ethnischen, religiösen und sozialen Hintergründen und Sichtweisen zusammenbringt. Ein respektvoller Umgang miteinander ist die Grundlage, um in offenen Diskussionen und sachlichen Debatten zu Lösungen zu kommen. Ein friedliches Miteinander setzt Offenheit, Bereitschaft zum Diskurs und globale Verständigung voraus. Diesen essenziellen Werten sind die Universität und ihre Mitglieder verpflichtet – in Studium, Lehre, Forschung ebenso wie im Arbeitsalltag.

Patentiertes Verfahren: Neuartige Wirkstoffe bieten Pflanzen Schutz vor Viren

Pflanzen lassen sich mit speziell hergestellten Molekülen auf Basis von RNA oder DNA sicher vor Viren schützen. Das zeigt ein Team der MLU in einer neuen Studie im "International Journal of Molecular Sciences" am Beispiel eines gängigen Virus. Mit den speziell hergestellten Wirkstoffen konnten die Forschenden den Virenbefall in bis zu 90 Prozent der Fälle abwehren. Außerdem entwickelten sie eine Methode, um genau auf das Virus abgestimmte Substanzen finden zu können. Dieses Verfahren hat das Team nun patentieren lassen.

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„Escape from freedom“: MLU-Studierende überzeugen bei bundesweitem Ideenwettbewerb

Mit ihrem Konzept für einen "Escape Room" gehören Studierende der MLU zu den Gewinnern des Hochschulwettbewerbs 2024. Beworben hatten sie sich mit einer Idee, die zum Rätseln und Nachdenken über individuelle und gesellschaftliche Freiheiten einlädt. Ein "Escape Room" ist ein Spiel, bei dem man verschiedene Rätsel lösen muss, um sich aus einem Raum zu befreien. Als eines von zwölf geförderten Teams erhalten die MLU-Studierenden 10.000 Euro, um ihre Idee umzusetzen. Der Hochschulwettbewerb ist ein Projekt von "Wissenschaft im Dialog", das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wird.

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Mathematik: Smarte Lernsoftware hilft Kindern während eines Lockdowns – und darüber hinaus

Nutzen Kinder regelmäßig sogenannte intelligente Tutorensysteme für Matheaufgaben, behalten sie ihre Leistung sogar während der Corona-Pandemie bei. Das zeigt eine neue Studie der MLU und der britischen Loughborough University. Hierfür werteten die Forscher fünf Millionen Übungsdaten von rund 2.700 Schülerinnen und Schülern aus Deutschland über einen Zeitraum von fünf Jahren aus. Der Studie zufolge profitieren besonders leistungsschwächere Kinder, wenn sie die Software regelmäßig nutzen. Die Arbeit wurde im Fachjournal "Computers and Education Open" veröffentlicht.

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Physik für alle: Neue Reihe soll mit Experimenten für Physik begeistern

Gibt es eine Tarnkappe? Kann Licht um die Ecke gehen? Wozu benötigt man Sonnenbrillen mit polarisierenden Gläsern? Antworten auf diese Fragen liefert ein neues Angebot des Instituts für Physik der MLU. Am Samstag, 2. März 2024, startet hier um 10.15 Uhr die neue Reihe "Alles Physik - Physik für alle". In unterhaltsamen Experimentalvorlesungen soll das Interesse für physikalische Effekte und ihre Bedeutung für den Alltag geweckt werden. Das Angebot richtet sich vor allem an Schülerinnen und Schüler, steht aber allen Interessierten offen. Der erste Vortrag steht unter dem Titel "… und es werde Licht!" und verspricht eine kurzweilige Einführung in die Welt der Optik.

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Gesundheit als Ware? Tagung der MLU zum Verhältnis von Ethik und Ökonomie im Gesundheitssystem

Triage, Organspende, Kostendruck: Mit ethischen und wirtschaftlichen Konflikten im Gesundheitssystem befasst sich die Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Gesundheitsökonomie (dggö), die am 4. und 5. März an der MLU stattfindet. Erwartet werden rund 400 Gäste aus dem In- und Ausland. Neben Fachbeiträgen steht eine Podiumsdiskussion zum Themenkomplex Organspende und Organtransplantation auf dem Programm.

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Immer ähnlicher oder immer unterschiedlicher? Für die biologische Vielfalt trifft beides zu

Die Tendenzen von Artengemeinschaften, sich ähnlicher oder unähnlicher zu werden – biotische Homogenisierung und Differenzierung – halten sich in etwa die Waage, so eine neue Studie, die in "Science Advances" veröffentlicht wurde. Die Studie liefert erstmalig eine umfassende Bewertung, wie lokale und regionale Veränderungen von Artengemeinschaften über lange Zeiträume zusammenwirken. Unter der Leitung des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) und der MLU analysierten die Forscherinnen und Forscher hierfür 527 Datensätze, von denen einige bis zu 500 Jahre alt sind und die in Ökosystemen wie Savannen, Wiesen oder Korallenriffen gesammelt wurden.

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Zur Geschichte der Zwangsarbeit in Halle: Forschungsprojekt sucht private Quellen

Während des Zweiten Weltkriegs machten ausländische Arbeiterinnen und Arbeiter etwa zehn Prozent der Bevölkerung Halles aus: Zwangsarbeiter, Kriegsgefangene oder Zivilarbeiter. Ihr Leben und ihre Verbindungen zu den Einheimischen stehen im Zentrum eines Forschungsprojekts am Institut für Geschichte der MLU. Dafür werden jetzt Zeugnisse aus dem Privatbesitz der Bevölkerung gesucht, zum Beispiel Tagebücher, Fotografien und andere Aufzeichnungen dieser Zeit.

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Thermal energy storage and the energy transition: MLU coordinates Europe-wide research project

An international research project led by the Martin Luther University Halle-Wittenberg (MLU) delves into the next generation of seasonal thermal energy storage systems. The "INTERSTORES" project is investigating optimal ways to construct new types of storage systems and integrate them into energy systems. The collaboration between science and industry will receive nearly eleven million euros as part of "Horizon Europe", with around 1.5 million euros going to MLU. The aim is to improve the utilisation and performance of heat storage systems, reduce production costs, and help the technology reach market maturity.

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