Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Jahr 2019

Physiker entdecken neues Material für hocheffiziente Datenverarbeitung

Ein neues Material könnte dabei helfen, extrem energiesparende Anwendungen in der Informationstechnologie zu entwickeln. Entdeckt wurde es von einem internationalen Forschungsteam unter Beteiligung der Universität Halle. Die Elektronen an der Grenzfläche des Materials zeigen besondere Eigenschaften, die zu einer drastisch erhöhten Umwandlungrate eines Spinstroms in einen Ladungsstrom führen. Diese ist die Grundlage für zukünftige Anwendungen in der Spintronik. Damit erweist sich das neue Material als effizienter als alle bisher untersuchten, wie das Team im Fachjournal "Nature Materials" schreibt.

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Nordamerika im Fokus: Rektor besucht hochrangige Partner in den USA

Die Universität Halle baut ihre internationalen Kontakte weiter aus. Rektor Prof. Dr. Christian Tietje startet am Montag, 26. August 2019, mit einer Delegation aus MLU-Wissenschaftlern zu einer zweiwöchigen Reise durch die USA und Kanada, um hochrangige Universitäten zu besuchen und weitere Kooperationen auf den Weg zu bringen. Darunter ist auch die Elite-Uni California Institute of Technology (Caltech) in Pasadena.

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Pflanzenschutz: Forscher entwickeln neuartigen Impfbaukasten

Einfach, schnell und flexibel: Künftig könnten Pflanzen deutlich leichter gegen Viren geimpft werden. Ein neues Verfahren dafür haben Forschende der Universität Halle, des Leibniz-Instituts für Pflanzenbiochemie und des Nationalen Forschungsrats in Italien entwickelt. Damit lassen sich schnell passgenaue Wirkstoffe gegen verschiedene Krankheitserreger identifizieren und produzieren. Über ihre Arbeit berichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift "Nucleic Acids Research".

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Physiker entwickeln „Zeitmaschine“ für Materialforschung

Viele Experimente in der Physik sind zeitaufwendig und teuer. Manchmal merkt man aber erst am Ende, dass man eigentlich die falschen Messparameter angesetzt hat. Wie praktisch wäre es dann, eine Zeitmaschine zu haben, mit der man an den Anfang des Experiments springen und die Daten neu auswerten könnte? Genau so eine Maschine wollen Forscher der Martin-Luther-Universität, der Freien Universität Berlin und der Technischen Universität München für eine Großforschungsanlage am Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie entwickeln. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert das Vorhaben mit rund zwei Millionen Euro.

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Studie: Hawaiis alte Inseln beheimaten die meisten Arten

Das Verständnis, wie die Biodiversität durch mehrere Kräfte geformt wird, ist entscheidend für den Schutz seltener Arten und einzigartiger Ökosysteme. Ein internationales Forschungsteam hat festgestellt, dass die Biodiversität auf älteren Inseln höher ist als auf jüngeren. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift "PNAS" erschienen.

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Hochgebirge: Lebensraum der Menschen in Afrika zur letzten Eiszeit

Während der letzten Eiszeit lebten die Menschen in Äthiopien nicht in tief gelegenen Tälern, sondern im unwirtlichen Hochgebirge der Bale-Berge. Dort hatten sie ausreichend Wasser, bauten Werkzeuge aus einem Vulkangestein und ernährten sich überwiegend von Riesennagern. Herausgefunden hat das ein internationales Forschungsteam unter Leitung der Universität Halle. Die Wissenschaftler präsentieren die ersten Beweise dafür, dass unsere Vorfahren in Afrika bereits in der mittleren Steinzeit vor etwa 45.000 Jahren in den Bergen sesshaft waren.

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Pflanzenzellen als Fertigungsstraße: Neues Graduiertenkolleg gestartet

Zuwachs für die hallesche Pflanzenforschung: An der Universität ist ein neues Graduiertenkolleg gestartet. Die Doktorandinnen und Doktoranden befassen sich mit der Frage, wie in Pflanzenzellen komplexe biochemische Prozesse in verschiedenen Zellräumen – sogenannten Kompartimenten – gesteuert werden. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert das Graduiertenkolleg GRK 2498 "Kommunikation und Dynamik pflanzlicher Zellkompartimente" mit rund vier Millionen Euro.

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Immunsystem von Pflanzen: Es ist komplexer als gedacht

Was passiert in Pflanzen auf molekularer Ebene, wenn sie sich gegen Schädlinge zur Wehr setzen? Bisher ging man davon aus, dass dabei in allen Pflanzen in etwa die gleichen Prozesse ablaufen. Das stimmt nicht, wie ein Team der Martin-Luther-Universität in einer neuen Studie in der Fachzeitschrift "The Plant Cell" zeigt. Darin beschreibt das Team auch, wie es mit Hilfe der Gen-Schere CRISPR/Cas9 diesem komplexen Zusammenspiel auf die Schliche gekommen ist.

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ULB Sachsen-Anhalt digitalisiert historische Zeitungen aus Halle

Von Politik über Wirtschaft und Kultur bis zu privaten Lebensumständen: Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler finden in historischen Zeitungen detaillierte Einblicke in die Regionalgeschichte – so diese Zeitungen erhalten und der Forschung zugänglich sind. An der Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt startet daher ein neues Projekt zur Digitalisierung von Zeitungen, die im 19. und 20. Jahrhundert in Halle und der Region verbreitet waren. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert das Vorhaben für zwei Jahre mit rund 430.000 Euro.

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Studie: Trends in der Landwirtschaft bedrohen Ernährungssicherheit

Zitrusfrüchte, Kaffee und Avocados: Das Essen auf unseren Tischen ist in den vergangenen Jahrzehnten immer abwechslungsreicher geworden. Für die Landwirtschaft gilt das aber nicht. Weltweit gibt es mehr Monokulturen, die dazu auch immer größere Flächen in Anspruch nehmen. Gleichzeitig sind viele der angebauten Nutzpflanzen von Bestäubern abhängig. Das sorgt dafür, dass die Ernährungssicherheit immer stärker bedroht ist, so ein Forscherteam unter Beteiligung der Universität Halle.

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Neues Forschungsprojekt untersucht soziale Ungleichheit in Kitas

In Deutschland hat jedes Kind den gleichen Anspruch auf einen Kitaplatz – unabhängig von seiner Herkunft, Religion oder dem Einkommen der Eltern. Ein Blick auf die Zusammensetzungen der meisten Kitas zeigt aber: Häufig bleiben Kinder aus bestimmten Bevölkerungsgruppen unter sich. Warum das so ist, untersucht ein Team von Erziehungswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler der Universität Halle und der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert ihre Arbeit mit rund 380.000 Euro.

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Hitze, Salz, Dürre: Diese Gerste trotzt dem Klimawandel

Eine neue Gerstenlinie sorgt selbst bei schlechten Umweltbedingungen für gute Ernteerträge. Gezüchtet wurde sie von einem Forschungsteam der Universität Halle, das dafür eine gängige Sorte mit verschiedenen Wildgersten kreuzte. Anschließend haben die Forschenden die neuen Linien an fünf sehr unterschiedlichen Standorten auf der Welt angebaut, das Wachstum der Pflanzen beobachtet und ihr Erbgut Pflanzen analysiert. Einige Pflanzen sind nicht nur hitze- und dürrebeständiger, sie liefern in vielen Fällen auch höhere Ernteerträge als die lokalen Vergleichssorten.

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