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Aktuelle Nachrichten

Kleinere Fische und veränderte Nahrungsnetze – auch dort, wo die Artenzahl gleich bleibt

24.02.2026 | Die Zahl der Arten allein vermittelt kein vollständiges Bild davon, wie sich Ökosysteme verändern. In einer globalen Studie unter der Leitung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv), der MLU und der Friedrich-Schiller-Universität Jena haben Forschende Langzeitdaten von fast 15.000 Meeres- und Süßwasserfischgemeinschaften ausgewertet. Die in „Science Advances“ veröffentlichte Studie zeigt, dass sich Nahrungsnetze in den letzten Jahrzehnten erheblich verändert haben – selbst an Orten, an denen die Artenzahl stabil geblieben ist. Betroffen sind unter anderem die Artenzusammensetzung, die Körpergröße sowie ihre Nahrungsbeziehungen.

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Fahrplan für ein europaweites Biodiversitäts-Monitoring

24.02.2026 | Die Biodiversität verändert sich, doch den Regierungen fehlen gute Daten, um den Wandel zu verfolgen und wirksame Naturschutzmaßnahmen abzuleiten. Eine neue Studie unter der Leitung der Universität Amsterdam (UvA), des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) und der MLU schlägt nun einen umfassenden Fahrplan für den Aufbau eines modernen europäischen Netzwerks für Biodiversitätsbeobachtung (BON) vor – eines Netzwerks, das zu einem globalen Vorbild für das Monitoring biologischer Vielfalt werden könnte. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift "Nature Reviews Biodiversity" veröffentlicht.

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Kooperationen mit Zentralasien: MLU richtet bundesweites Wissenschaftsforum aus

17.02.2026 | Die MLU veranstaltet vom 23. bis 25. Februar das erste „Deutsche Hochschul- und Wissenschaftsforum Zentralasien“. Die Veranstaltung bringt mehr als 180 Vertreterinnen und Vertreter aus Forschung, Politik und Forschungsförderung zusammen. Ziel ist, die deutsche Wissenschaftsgemeinschaft über Kooperationspotenziale mit Zentralasien zu informieren und den Aufbau eines bundesweiten Netzwerks anzustoßen. Erwartet werden auch die Botschafter der fünf zentralasiatischen Länder und Dr. Marcus Pleyer, Staatssekretär im Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR).

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Die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg steht für
Demokratie, Vielfalt, Toleranz und Weltoffenheit

Die zahlreichen Krisen in der Welt, Krieg, Gewalt und vielfaches menschliches Leid sowie Herausforderungen wie der Klimawandel, Migration und wirtschaftliche Unsicherheiten erzeugen tiefe Verunsicherung. Dies führt zu gesellschaftlichen Debatten, die zum Teil demokratiefeindlich sind. Vor dem Hintergrund öffentlich gewordener rechtsextremistisch geprägter, antidemokratischer Bestrebungen bringt die MLU ihre tiefe Sorge um die Freiheit von Forschung und Lehre in der internationalen und vielfältigen Gemeinschaft ihrer Forschenden, Lehrenden und Lernenden zum Ausdruck. Im Bewusstsein ihrer eigenen Geschichte in den Diktaturen des 20. Jahrhunderts wendet sich die MLU gegen Fremdenfeindlichkeit und Nationalismus.

Wissenschaft lebt vom Austausch mit anderen. Die MLU ist als "weltoffene Hochschule"    ein Ort der Begegnung, der kritischen Auseinandersetzung und des Lernens, weil sie Menschen mit verschiedenen kulturellen, ethnischen, religiösen und sozialen Hintergründen und Sichtweisen zusammenbringt. Ein respektvoller Umgang miteinander ist die Grundlage, um in offenen Diskussionen und sachlichen Debatten zu Lösungen zu kommen. Ein friedliches Miteinander setzt Offenheit, Bereitschaft zum Diskurs und globale Verständigung voraus. Diesen essenziellen Werten sind die Universität und ihre Mitglieder verpflichtet – in Studium, Lehre, Forschung ebenso wie im Arbeitsalltag.

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