Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Jahr 2019

Klimawandel und Ökosysteme: Es gibt zu wenig realistische Experimente

Wenn es um die Folgen des Klimawandels für Ökosysteme geht, gibt es bisher noch eine große Wissenslücke. Die meisten Experimente dazu sind unrealistisch, weil sie nicht auf gängigen Klimavorhersagen für die jeweilige Region basieren. Deshalb gibt es bisher fast keine verlässlichen Daten dazu, wie Ökosysteme in Zukunft aussehen werden. Zu diesem überraschenden Schluss kommt ein Team von mitteldeutschen Biodiversitätsforschern in der Fachzeitschrift "Global Change Biology".

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Pferdenahrung: Präbiotika schaden mehr als sie nützen

Präbiotika helfen nur begrenzt dabei, die Darmflora von Pferden zu stabilisieren. Handelsübliche Präparate werden bei den Tieren bereits im Magen teilweise abgebaut und können so sogar zu einer Entzündung der Magenschleimhaut führen. Das haben Forschende der Universität Halle) und der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover herausgefunden. Das Team schlägt deshalb vor, präbiotische Nahrungsergänzungsmittel so aufzubereiten, dass sie erst im Dickdarm wirken können.

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Gedenkgottesdienst mit Ministerpräsident am Montag

Anlässlich des Anschlags in Halle findet am Montag, 14. Oktober, um 17 Uhr ein Ökumenischer Trauer- und Gedenkgottestdienst in der halleschen Marktkirche statt. Er wird gemeinsam mit dem Friedensgebet und dem Semestereröffnungsgottesdienst der Martin-Luther-Universität gehalten. Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff sowie weitere Vertreterinnen und Vertreter der Landesregierung nehmen an der Veranstaltung teil.

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Seenotrettung im Mittelmeer: Juristen analysieren aktuelle Rechtslage

Wer ist für Geflüchtete zuständig, die auf dem Meeresweg nach Europa kommen und dabei in Seenot geraten? Welche Aufgaben und Pflichten haben in diesen Fällen die Europäische Union und ihre Mitgliedstaaten? Und welche Rolle spielt dabei die Europäische Menschenrechtskonvention? Einen umfangreichen Überblick zu diesem komplexen Thema gibt ein Team hallescher Juristen in einem neuen Buch. Darin zeigt es auch, warum die aktuelle Rechtslage zu vielen Problemen führt und welche Alternativen es gibt.

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Physiker entdecken neues Material für hocheffiziente Datenverarbeitung

Ein neues Material könnte dabei helfen, extrem energiesparende Anwendungen in der Informationstechnologie zu entwickeln. Entdeckt wurde es von einem internationalen Forschungsteam unter Beteiligung der Universität Halle. Die Elektronen an der Grenzfläche des Materials zeigen besondere Eigenschaften, die zu einer drastisch erhöhten Umwandlungrate eines Spinstroms in einen Ladungsstrom führen. Diese ist die Grundlage für zukünftige Anwendungen in der Spintronik. Damit erweist sich das neue Material als effizienter als alle bisher untersuchten, wie das Team im Fachjournal "Nature Materials" schreibt.

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Nordamerika im Fokus: Rektor besucht hochrangige Partner in den USA

Die Universität Halle baut ihre internationalen Kontakte weiter aus. Rektor Prof. Dr. Christian Tietje startet am Montag, 26. August 2019, mit einer Delegation aus MLU-Wissenschaftlern zu einer zweiwöchigen Reise durch die USA und Kanada, um hochrangige Universitäten zu besuchen und weitere Kooperationen auf den Weg zu bringen. Darunter ist auch die Elite-Uni California Institute of Technology (Caltech) in Pasadena.

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Pflanzenschutz: Forscher entwickeln neuartigen Impfbaukasten

Einfach, schnell und flexibel: Künftig könnten Pflanzen deutlich leichter gegen Viren geimpft werden. Ein neues Verfahren dafür haben Forschende der Universität Halle, des Leibniz-Instituts für Pflanzenbiochemie und des Nationalen Forschungsrats in Italien entwickelt. Damit lassen sich schnell passgenaue Wirkstoffe gegen verschiedene Krankheitserreger identifizieren und produzieren. Über ihre Arbeit berichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift "Nucleic Acids Research".

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Physiker entwickeln „Zeitmaschine“ für Materialforschung

Viele Experimente in der Physik sind zeitaufwendig und teuer. Manchmal merkt man aber erst am Ende, dass man eigentlich die falschen Messparameter angesetzt hat. Wie praktisch wäre es dann, eine Zeitmaschine zu haben, mit der man an den Anfang des Experiments springen und die Daten neu auswerten könnte? Genau so eine Maschine wollen Forscher der Martin-Luther-Universität, der Freien Universität Berlin und der Technischen Universität München für eine Großforschungsanlage am Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie entwickeln. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert das Vorhaben mit rund zwei Millionen Euro.

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Studie: Hawaiis alte Inseln beheimaten die meisten Arten

Das Verständnis, wie die Biodiversität durch mehrere Kräfte geformt wird, ist entscheidend für den Schutz seltener Arten und einzigartiger Ökosysteme. Ein internationales Forschungsteam hat festgestellt, dass die Biodiversität auf älteren Inseln höher ist als auf jüngeren. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift "PNAS" erschienen.

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Hochgebirge: Lebensraum der Menschen in Afrika zur letzten Eiszeit

Während der letzten Eiszeit lebten die Menschen in Äthiopien nicht in tief gelegenen Tälern, sondern im unwirtlichen Hochgebirge der Bale-Berge. Dort hatten sie ausreichend Wasser, bauten Werkzeuge aus einem Vulkangestein und ernährten sich überwiegend von Riesennagern. Herausgefunden hat das ein internationales Forschungsteam unter Leitung der Universität Halle. Die Wissenschaftler präsentieren die ersten Beweise dafür, dass unsere Vorfahren in Afrika bereits in der mittleren Steinzeit vor etwa 45.000 Jahren in den Bergen sesshaft waren.

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Pflanzenzellen als Fertigungsstraße: Neues Graduiertenkolleg gestartet

Zuwachs für die hallesche Pflanzenforschung: An der Universität ist ein neues Graduiertenkolleg gestartet. Die Doktorandinnen und Doktoranden befassen sich mit der Frage, wie in Pflanzenzellen komplexe biochemische Prozesse in verschiedenen Zellräumen – sogenannten Kompartimenten – gesteuert werden. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert das Graduiertenkolleg GRK 2498 "Kommunikation und Dynamik pflanzlicher Zellkompartimente" mit rund vier Millionen Euro.

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Immunsystem von Pflanzen: Es ist komplexer als gedacht

Was passiert in Pflanzen auf molekularer Ebene, wenn sie sich gegen Schädlinge zur Wehr setzen? Bisher ging man davon aus, dass dabei in allen Pflanzen in etwa die gleichen Prozesse ablaufen. Das stimmt nicht, wie ein Team der Martin-Luther-Universität in einer neuen Studie in der Fachzeitschrift "The Plant Cell" zeigt. Darin beschreibt das Team auch, wie es mit Hilfe der Gen-Schere CRISPR/Cas9 diesem komplexen Zusammenspiel auf die Schliche gekommen ist.

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